Hänge-
birke

Betula pendula

Hängebirke/ Betula pendula

Hauptvorkommen ist in den borealen Nadelmischwäldern Sibiriens und Skandinaviens auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden mit Kiefer und Eiche. Die Hänge-Birke kommt in ganz Europa, mit Ausnahme von Nordskandinavien, in Nordamerika und Asien vor. Ihr Verbreitungsgebiet reicht im Osten bis zum Jenissei, Altaigebirge, Kaukasus und Nordpersien. In den Südalpen steigt sie bis auf 1900 m. Die Hängebirke kommt in vielen Waldgesellschaften als Pionierart nach Störungen wie z. B. Sturmschäden oder Kahlschlag vor, wird aber meist rasch durch konkurrenzstärkere Arten verdrängt. Eine Waldgesellschaft mit dauerhaft höherer Birken-Beteiligung ist der Birken-Eichenwald, seltener ist sie an natürlichen Kiefernwäldern auf Sand wie dem Weißmoos-Kiefernwald beteiligt. Da Birken im Vergleich zu anderen Laubbaumarten vom Rehwild kaum verbissen werden, sind sie aber auch in anderen Waldgesellschaften, insbesondere auf Flächen mit hohen Wilddichten, anzutreffen. Als Pionierbaumart tritt sie bevorzugt bei der Wiederbewaldung offener Vegetationsformen wie Heiden (gemeinsam mit der Waldkiefer) auf, sie ist hier nicht so stark an sauere Standorte gebunden und tritt z. B. regelmäßig gemeinsam mit der Salweide auf Trümmerschutt auf. Sie gedeiht dabei in Vorwaldgesellschaften des Verbands Quercion roboris, des Unterverbands Luzulo-Fagenion oder als Pioniergehölz in Gesellschaften der Klasse Nardo-Callunetea vor.

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