Japanischer Spierstrauch / Spiraea japonica
Die Sommerspiere (Spiraea japonica), auch Japanischer Spierstrauch genannt, ist ein Rosengewächs (Rosaceae).Die Sommerspiere ist ein Ziergehölz im besten Sinn des Wortes. Mit einer Höhe und Breite um die 50 Zentimeter wächst das attraktive Kleingehölz nicht so hoch und ausladend wie andere Spiersträucher, es gibt aber Sorten, die durchaus bis zu 1,5 Meter hoch und breit werden können Die Grundtriebe stehen aufrecht und verzweigen sich locker. Dadurch wirkt der dichtbuschige Blütenstrauch immer ordentlich und zugleich gefällig. Die hübschen sommergrünen Blätter sind breit lanzettlich und am Rand gesägt. Bei gelblaubigen Sorten von Spiraea japonica bildet das Blattkleid einen leuchtenden Hintergrund, vor dem sich die dunkelrosafarbenen Blüten abheben. Im Herbst färbt sich das Laub gelb, je nach Sorte teils sogar orange bis rötlich.
Spierstrauch-Arten sind meist sommergrüne, laubabwerfende Sträucher, die Wuchshöhen von 10 bis 400 Zentimetern erreichen. Oft werden Rhizome gebildet. Je Strauch werden 5 bis mehr als 20 Zweige gebildet, die meist selbstständig aufrecht bis aufsteigend oder überhänden sind, manchmal sind sie ausgebreitet, liegend bis niederliegend. Die Rinde der jüngeren Zweige ist kahl oder zottig behaart. Die Borke ist rötlich bis dunkelbraun oder grau bis grau-schwarz. Es sind Lang- und Kurztriebe vorhanden. Die relativ kleinen Winterknospen sind von zwei bis acht Knospenschuppen bedeckt.
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Unterfamilie: Spiraeoideae
Gattung: Spiersträucher
Wissenschaftlicher Name: Spiraea japonica
Entdecker: Carl von Linné (latinisiert Carolus Linnaeus; vor der Erhebung in den Adelsstand 1756 Carl Nilsson Linnæus; * 23. Mai 1707 in Råshult bei Älmhult; † 10. Januar 1778 in Uppsala) war ein schwedischer Naturforscher, der mit der binären Nomenklatur die Grundlagen der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie schuf. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „L.“. In der Zoologie werden „Linnaeus“, „Linné“ und „Linnæus“ als Autorennamen verwendet.
Die Heimat liegt in Japan, Korea und China. Dort kommt der sommergrüne Zwergstrauch in Bergwäldern vor. Die Wildart hat keine Gartenkarriere gemacht, wurde aber früh als Stammform zahlreicher Zuchtsorten herangezogen. In Japan hat man heute noch gängige Sorten wie die Weiße Japan-Spiere ‘Albiflora’ bereits vor 1868 eingeführt. Schon um 1890 entstand in England die bekannte Sorte ‘Anthony Waterer’ als Sprossmutation.